Therapietreue

Ziele

Was ist Therapietreue?

Therapietreue bezieht sich auf das Einhalten des zusammen mit Ihrem Arzt erstellten Therapieplans. Nur die gemeinsame Anstrengung kann eine bestmögliche Behandlung gewährleisten. Dazu gehört das Vereinbaren und Wahrnehmen von Terminen sowie das Umsetzen diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen. Hierunter fallen sowohl nicht-medikamentöse Strategien (also bspw. Ernährung und Bewegung) als auch medikamentöse Maßnahmen. Gerade in einer schwierigen Lebenssituation kann ein solcher Behandlungsplan eine Herausforderung darstellen. Andererseits kann er Ihnen auch Halt geben. In jedem Fall hängt die regelmäßige und genaue Einnahme von Medikamenten direkt mit dem Erreichen des Behandlungsziels zusammen, wie Studien belegen.1

der Patienten nehmen auch langfristig ihre Medikamente nach Plan ein.

5 Tipps für mehr Therapietreue

  • Kleben Sie sich eine Erinnerung an einen Ort, an dem Sie zur Zeit der fälligen Medikamenteneinnahme immer vorbeikommen
  • Nutzen Sie Medikamenten-Tagebücher/-Apps oder Handywecker zur Erinnerung an die Einnahme
  • Nehmen Sie die Medikamente immer zur gleichen Zeit
  • Nehmen Sie soziale Unterstützung in Anspruch (z. B. von Ihrem Partner)
  • Nutzen Sie das Angebot psychologischer Maßnahmen

Ursachen und Auswege

Je länger der Zeitraum der Medikamenteneinnahme, desto geringer ist die Zahl der Patienten,  die sich an die Vorgaben des Arztes (Dosierung, Einnahmefrequenz) halten. Hier kommen mehrere Gründe als Ursache in Frage. So kann bspw. das Erleben von Nebenwirkungen in einer Situation, in der Beschwerden kaum oder gar nicht vorliegen, demotivierend wirken. Um sich selbst zur Therapietreue zu motivieren, ist es daher hilfreich, sich Wissen über Wirkung bzw. Ziel Ihrer Therapie anzueignen. Es ist dabei häufig nicht sinnvoll, alle Informationen in einem einzigen Arztgespräch zu erhalten. Regelmäßige Kontakte sind hier eher von Vorteil. Auch eine regelmäßige Erinnerung an die Medikamenteneinnahme kann hilfreich sein. Dazu können Ihnen Medikamenten-Tagebücher oder auch Smartphone-Apps dienen.

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Erkenntnisse aus Studien

Krebspatienten, die ihre Medikamente wie vorgeschrieben einnehmen, können mit deutlich besseren Überlebenschancen rechnen.Folgendes ist zu beachten:

Richtige und regelmäßige Einnahme

Einhaltung der verschriebenen Dosierung

Vermeidung eigenmächtiger Dosisänderungen oder Therapieabbrüchen

Die Umsetzung empfohlener Lebensstiländerungen (z. B. gesündere Ernährung oder mehr Bewegung) kann einen ähnlich
großen Effekt auf die gewünschte Wirksamkeit haben.

Hier finden Sie Hilfe

Österreichische Krebshilfe:

Beratung per Telefon − kostenlose Krebshotline: 0800/699 900
(Mo–Do: 09:00–14:00 Uhr, Fr: 10:00–12:00 Uhr)

Österreichische Gesellschaft für Gesundheitsmediation und Intensivberatung:

www.oeggmib.at
intensivberatung@oeggmib.at
Hotline: 0680/140 52 56 
(Mo/Mi/Fr: 08:00–12:00 Uhr)

Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie (Arbeitskreis Urologische Onkologie AUO):

www.uro.at
www.auo.or.at

Österreichische Gesellschaft für Psychoonkologie:

www.oegpo.at
Unter dem Reiter „Angebot“ findet man auf der Seite „Patienten und Angehörige“ eine Therapeutenliste mit Psychoonkologen. Für einkommensschwache Patienten wird ein Zuschuss angeboten.
Krisenintervention:
Kontakt: Erika Wasserrab
Telefon: 02235/47230

Selbsthilfe Prostatakrebs:

www.prostatakrebse.at
Obere Augartenstraße 26, 1020 Wien
Telefon: 01/333101

Onkologische Rehabilitation:

s. „Rehabilitation“ oder auch Österreichische Akademie für onkologische Rehabilitation und Psychoonkologie
www.oearp.at
Sprechstunde onkologische Rehabilitation
Telefon: 01/40400/70350

Hier finden Sie Infos

Information der Österreichischen Gesellschaft für Hämato-Onkologie zum Thema Therapietreue:

www.krebsimfokus.at
(Suche nach „Therapietreue“)

Information der deutschen Internetseite www.krebsratgeber.de:

www.krebsratgeber.de

Rehabilitation

Informieren Sie sich über Ihre Rückkehr in den sozialen und beruflichen Alltag

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Referenzen

  • Hershman DL: Sticking to It: Improving Outcomes by Increasing Adherence. J Clin Oncol 2016;34(21):2440 – 2442. doi:10.1200/ JCO.2016.67.7336
  • Bloem S, Stalpers J: Subjective experienced health as a driver of health care behavior. Nyenrode Research Paper 2012;(12-01)