Partner & Freunde

Ziele

Unterstützung von Partner & Freunden bei Prostatakrebs

Die Diagnose Prostatakrebs kann eine große Belastung für jegliche Art von Beziehung darstellen. Dabei können Partner, Familie und Freunde eine entscheidende Ressource in der Bewältigung von Prostatakrebs sein. Gemeinsam ist vieles leichter. Dies gilt auch für ganz praktische Alltagsmaßnahmen wie mehr Bewegung und gesündere Ernährung.

Eine große Gefahr für die zwischenmenschlichen Beziehungen geht meistens von den betroffenen Männern aus: Sie ziehen sich von ihren Partnerinnen/Partnern (oft unbewusst) zurück und tragen ihre Sorgen und Ängste allein mit sich herum.1 Ängste, die direkt aus der Erkrankung resultieren („Werde ich wieder gesund?“), vermischen sich unmittelbar mit Sorgen um die Partnerschaft  („Was, wenn ich keinen Geschlechtsverkehr mehr haben kann?“). Eine extreme seelische Belastung bis hin zur Depression kann die Folge sein – keine gute Ausgangssituation für den weiteren Krankheitsverlauf.2

Rückhalt bei Krebs: Gemeinsam sind wir stark

Es kann sehr hilfreich sein, seine Sorgen offen anzusprechen. Ist dieser Schritt aus bestimmten Gründen nicht möglich oder misslingt, sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Denn es ist absolut unnötig, dass die Erkrankung eine an sich gesunde Beziehung gefährdet. Im Gegenteil: Durch ihren Einfluss auf die seelische Gesundheit kann eine Partnerschaft oder Freundschaft ein wichtiger positiver Faktor in der Bewältigung einer Prostatakrebserkrankung sein. 

5 Fälle, in denen Sie Unterstützung holen sollten

  • Schwierigkeiten, mit Partnerin/Partner über Sorgen und Ängste zu sprechen
  • sexuelle Probleme
  • anstehende Gespräche mit Kindern/Verwandten über die Krankheit
  • seelische Belastung, Angst, Depression
  • Probleme mit durch die Operation oder Behandlung verursachten Nebenwirkungen

Erkenntnisse aus Studien

Wenn Betroffene, aber auch ihre Partnerinnen/Partner über Sorgen im Zusammenhang mit der Prostatakrebserkrankung reden,

kann dies die Nähe innerhalb der Beziehung fördern,

und die seelische Belastung reduzieren.1

Hier finden Sie Hilfe

Österreichische Krebshilfe:

Beratung per Telefon − kostenlose Krebshotline:
0800/699 900
(Mo–Do: 09:00–14:00 Uhr; Fr: 10:00–12:00 Uhr)

Österreichische Gesellschaft für Gesundheitsmediation und Intensivberatung:

Bietet neben Beratung zu Themen wie „Beruf & Arbeitsplatz“, „Psychoonkologie“, „Soziale Gesundheit“ auch Beratung und Hilfe zum Thema „Partnerschaft & Familie“:
www.oeggmib.at
intensivberatung@oeggmib.at
Hotline: 0680/140 52 56
(Mo/Mi/Fr: 8:00–12:00 Uhr)

Selbsthilfe Prostatakrebs:

www.prostatakrebse.at
Obere Augartenstraße 26,
1020 Wien
Telefon: 01/333101

Onkologische Rehabilitation

s. Österreichische Akademie für onkologische Rehabilitation und Psychoonkologie
www.oearp.at
- Sprechstunde onkologische Rehabilitation –
Telefon: 01/40400/70350

Hier finden Sie Infos

Österreichische Krebshilfe:

www.krebshilfe.net
Hier können Sie Broschüren zu z.B. folgenden Themen bestellen oder direkt als PDF herunterladen:

„Sexualität mit Krebs“ (Suchbegriff „Sexualität“)

„Angehörige und Krebs“ (Suchbegriff „Angehörige“)

„Mama/Papa hat Krebs“ (Suchbegriff „Papa“)

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Referenzen

  • Manne S et al.: Cancer-related communication, relationship intimacy, and psychological distress among couples coping with localized prostate cancer. J Cancer Surviv 2010;4(1):74 – 85. doi:10.1007/s11764-009-0109-y
  • Mols F et al.: Depressive symptoms are a risk factor for all-cause mortality: results from a prospective population-based study among 3,080 cancer survivors from the PROFILES registry. J Cancer Surviv 2013;7(3):484 – 492. doi:10.1007/s11764-013-0286-6