Achtsamkeit

Ziele

Schau auf dich mit den richtigen Entspannungstechniken

Unser Verstand ist ein absolutes Präzisionswerkzeug. Allerdings ist er entsprechend fehleranfällig. Manchmal verhält er sich wie eine Waschmaschine, wälzt Probleme immer und immer wieder durch und setzt damit eine Spirale der Angst in Gang. Das kann zur Folge haben, dass wir immer weniger auf unseren Körper und seine Bedürfnisse achten, was weitere negative Folgen nach sich zieht. Bei der Konfrontation mit einer Krebserkrankung werden diese Mechanismen besonders relevant und problematisch. Entspannungstechniken können helfen, dieser Spirale zu entkommen und das Leben wieder mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Eine Auswahl an Entspannungstechniken

  • Psychotherapie (Autogenes Training)
  • MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction)
  • Bilderreisen /Phantasiereisen
  • Wahrnehmungsübungen („Achtsamkeit“)
  • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
  • Yoga
  • Mediation
  • Atemübungen
  • Body Scan (nach Kabat-Zinn)
  • Tai-Chi
  • Qi-Gong

Weniger ist mehr: Entspannungstechniken bereichern das Leben

Gezielte Momente der Ruhe und Achtsamkeit im Alltag entschleunigen das Leben und können die psychische Gesundheit verbessern. Die Wirksamkeit verschiedener Entspannungstechniken ist in einer Vielzahl von Studien gut belegt. Gerade für Männer, die sich mit solchen Methoden oft noch nicht beschäftigt haben, können Entspannungstechniken eine wichtige Bereicherung sein und helfen, die Lebensqualität deutlich zu verbessern.1,2

Erkenntnisse aus Studien

Studien zeigen, dass psychoonkologische Interventionen positive Effekte u. a. auf Angst, Depressionen, Hilflosigkeit, Schmerzen, berufliche Beeinträchtigung, körperliche und soziale Aktivitäten sowie die Lebensqualität haben.5

Methoden der „Achtsamkeits-basierten Stressreduktion“ (MBSR) ...

  • hatten einen deutlichen Effekt auf die seelische Gesundheit von Krebspatienten1
  • konnten die Lebensqualität und Stimmung von Krebspatienten verbessern3
  • hatten in einer kontrollierten Studie positive Effekte auf Stressfaktoren und Faktoren des Immunsystems im Körper von Krebspatienten4

Yoga konnte in Studien mit Krebspatienten ...

  • einen starken Effekt auf Belastung, Angst und Depression erzielen
  • und zusätzlich die Lebensqualität und die soziale Situation der Patienten verbessern2

Hier finden Sie Hilfe

Österreichische Krebshilfe:

Beratung per Telefon − Kostenlose Krebshotline: 0800/699 900
(Mo–Do: 09:00–14:00 Uhr, Fr: 10:00–12:00 Uhr)

Selbsthilfe Prostatakrebs:

www.prostatakrebse.at
Obere Augartenstraße 26, 1020 Wien
Telefon: 01/333101

Onkologische Rehabilitation:

Österreichische Akademie für onkologische Rehabilitation und Psychoonkologie
www.oearp.at
– Sprechstunde onkologische Rehabilitation –
Telefon: 01/40400/70350

Hier finden Sie Infos

Die Broschüre der Deutschen Krebshilfe „Psychoonkologie“:

Die sehr umfassende und informative Broschüre "Patientenleitlinie Psychoonkologie" enthält einen Überblick über Entspannungstechniken, die Sie hier herunterladen oder bestellen können:
www.krebshilfe.de

Information der SVA:

„Gesundheitsorientierte Körperarbeit und Entspannung“ www.svagw.at
(Suche nach: „Körperarbeit und Entspannung“)

Information des MBSR-Verbandes Österreich:

www.mbsr-mbct.at

Rehabilitation

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Referenzen

  • Ledesma D, Kumano H: Mindfulness-based stress reduction and cancer: a meta-analysis. Psychooncology 2009;18(6):571 – 579. doi:10.1002/pon.1400
  • Buffart LM et al.: Physical and psychosocial benefits of yoga in cancer patients and survivors, a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. BMC Cancer 2012;12:559. doi:10.1186/1471-2407-12-559
  • Musial F et al.: Mindfulness-based stress reduction for integrative cancer care: a summary of evidence. Forsch Komplementmed 2011;18(4):192 – 202. doi:10.1159/000330714
  • Carlson LE et al.: One year pre-post intervention follow-up of psychological, immune, endocrine and blood pressure outcomes of mindfulness-based stress reduction (MBSR) in breast and prostate cancer outpatients. Brain Behav Immun 2007;21(8):1038 – 1049. doi:10.1016/j.bbi.2007.04.002
  • Mehnert A, Lehmanns C, Koch U. Prävalenz und Diagnostik psychischer Störungen in der Onkologie. Onkologe 2006;12(1):18 – 26